Folgt man der Strasse weiter nach Norden, endet diese im Küstenort Puerto de Soller. Gleich hinter der weitgeschwungenen Bucht mit einem langen, aber schmalen Sandstrand erheben sich die bewaldeten Berge des Tramuntana-Gebirge. Wohnhäuser, grüne Gärten und kleine Hotels und Appartements sind terrassenförmig an die Berghänge gebaut. Restaurants und Cafés am Fischerhafen und in der Fussgängerzone, ein paar Geschäfte und Altbauten prägen das Ortsbild von Puerto de Soller.
Nur 2 km im Hinterland liegt im Tal eingebettet in Zitronen- und Orangenplantagen das noch völlig ursprüngliche Dörfchen Soller (im Foto oben). Kleine Gassen, landestypisch gemauerte Häuser, der Dorfplatz zeigen den unverfälschten Charakter eines echt mallorquinischen Ortes. Wunderschöne Wanderwege führen durch Olivenhaine und Obstwiesen, Schaf- und Ziegenweiden vor der imposanten Bergkulisse des Puig Major, dem höchsten Berg Mallorcas, bis hin zum Bilderbuchort Fornalutx. Häuser und Strasse aus gelben Bruchsteinen, steile Treppen, der Dorfplatz mit einem kleinen Brunnen strahlen eine warme Atmosphäre aus - und überall grünt und blüht es zwischen dem Mauerwerk.
Ein besonders schönes Erlebnis ist die Fahrt mit der historischen Bahn von Soller: durch die Berge mit atemberaubenden Ausblicken, grüne Wälder, vorbei an Fincas und Windmühlenfeldern, endet die Strecke im Zentrum Palmas.
Die Altstadt von Palma de Mallorca mit den romantischen verwinkelten Gassen, in denen engstehende, alte Häuser mit grünen Innenhöfen, versteckten Restaurants und Cafés und zahlreichen kleinen Geschäften zu finden sind, ist mindestens genauso interessant wie ein Besuch der Kathedrale "La Seu". Wer gut zu Fuss ist, kann das Stadtschloss "Castell Bellver" hoch über der Stadt erklimmen, von wo aus man aber einen herrlichen Blick über die Stadt, den Hafen, die Vororte und das Meer hat. Nach Playa de Palma mit seinem quirligen Nachtleben sind es nur 10 Minuten.
An der Südostküste reihen sich die von Felsen eingerahmten, malerischen Buchten mit einigen kleinen Sandstränden aneinander. An diesen "Calas" liegen auch die Touristenorte wie Cala Ratjada, Cala Millor, Cala D'Or - nur um die grössten zu nennen. Hier gibt es auch viele Höhlen, wo besonders die Tropfsteinhöhle von Artá einen Abstecher wert ist.
Ein anderer Weg in den Nordosten der Insel führt über Inca, dem Zentrum der Lederindustrie, bis nach Alcudia. Alcudia bietet ausser seinem alten Stadttor und dem Yachthafen auch eine schöne Fussgängerzone und Strandpromenade mit einem grossen Angebot an Hotellerie, Gastronomie, Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Bis zu 25 km südlich von Alcudia ziehen sich die kilometerlangen, feinen Sandstränden. Hinter den Dünen reihen sich die Hotelanlagen inmitten von Pinienwäldern aneinander.
Weiter auf der Küstenstrasse gen Norden kommt man nach wenigen Minuten auf die felsige Halbinsel Cap Formentor zum Aussichtspunkt, der nördlichsten Spitze Mallorcas. Hier weht meist ein kräftiger Wind. Steile Klippen, tosende Brandung und ein schöner Blick auf das Meer belohnen die kurvige Anfahrt.
Einsam und abgelegen im ländlichen Nordosten liegt das Kloster Lluc umgeben von Bergen und Waldgebieten mit ausgezeichneten Wanderwegen durch die unberührte Natur. In dem alten Gemäuer ist nicht nur eine Besichtigung oder die Teilnahme am Gottesdienst möglich - hier kann man sogar in den Klosterzellen übernachten! Oberhalb vom Kloster im Dorf Escora verläuft der Süsswasserlauf "Torrent de Pareis", dem man bei schönem Wetter und guter Ausrüstung bis zu seiner Mündung in der Bucht von Sa Calobra folgen kann. Die eindrucksvolle Bucht ist ein beliebtes Ausflugsziel und lässt sich auch bequemer über die abenteuerlichste Passstrasse mit atemberaubenden Ausblicken und engen Kehren erreichen. Der Kiesstrand unten in der kristallklaren Bucht ist nicht gross, aber bezaubernd schön. Entlang der felsigen Küste und durch kleine Gänge durch den Fels gelangt man in die Schlucht, wo das kieselige Flussbett des "Torrent" in die Bucht mündet.
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